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Mädchen*arbeit und Abenteuerpädagogik

In diesem Fachtag werden die Bedeutung von Bewegungserfahrungen, die Rolle des Körpers als Ressource und die Gestaltung von (öffentlichen) Räumen thematisiert- immer im Hinblick auf eine feministische Mädchen* arbeit.

Zielgruppe: Soziale und pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Trainer*innen, Berater*innen und Multiplikator*innen 

Für Sie konzipiert: Möglicherweise haben Sie schon Erfahrungen in diesem Feld. Vielleicht möchten Sie sich das Thema neu erschließen. Wir berücksichtgen Ihre Vorerfahrungen und Bedarfe und konzipieren die Inhouse Veranstaltung genauso, wie Sie zu Ihnen passt.

Welche Haltung wir dabei einnehmen und welche Inhalte Sie erwarten können, entnehmen Sie bitte dem unten stehenden Text. Wir freuen uns auf Ihr Interesse. Kontaktieren Sie uns gerne. 

Anfrage

Mädchen* und junge Frauen* wachsen in einer Gesellschaft auf, die ihre Entwicklung durch geschlechtsspezifische Erwartungen und Strukturen beeinflusst. Dazu zählen Faktoren wie soziale Herkunft, mediale Einflüsse, stigmatisierte Köperbilder und sich wandelnde Rollenbilder, die Chancen und Herausforderungen in ihrem Aufwachsen prägen.

Diesen Ansatz direkt mit der Abenteuer- und Erlebnispädagogik zu verknüpfen, die ursprünglich von männlichen Praktikern und Wissenschaftlern für Jungengruppen entwickelt wurde, bietet wertvolle Erfahrungen in Bewegung, Naturraumaneignung und Selbstwirksamkeit – doch wie kann sie geschlechtersensibel gestaltet werden?

Der Fachtag widmet sich der Reflexion und Weiterentwicklung von Abenteuer- und Erlebnispädagogik im Kontext der feministischen Mädchen*arbeit. Gerahmt in eigener Bewegungserfahrung steht im Mittelpunkt die Frage, wie Mädchen* spezifische Erfahrungsräume erhalten, die sie in ihrer Selbstwahrnehmung, Handlungsfähigkeit und Autonomie stärken. Dabei betrachten wir die Rolle des Körpers als Ressource, die Bedeutung von Bewegungserfahrungen und die Notwendigkeit, Räume aktiv zu gestalten.

Zentrale Fragen, die uns begleiten:

  • Was bedeutet Abenteuerpädagogik für Mädchen*?
  • Welche Zugänge und Erfahrungsräume benötigen sie?
  • Wie können Partizipation, Empowerment und geschlechtersensible Begleitung gelingen?
  • Wie können Fachkräfte ihre eigenen Stereotypen reflektieren und alternative Normalitätskonstruktionen aufzeigen?

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Geschlechterreflektierte Abenteuerpädagogik: Was sollte ich beachten?
  • Der Körper als Ressource: Bewegung, Entschleunigung und Selbstwahrnehmung
  • Naturraum als Aneignungsraum: Gestaltungsmöglichkeiten und Bildungsgelegenheiten
  • Herausforderungen als Entwicklungschancen: Selbstwirksamkeit und Grenzen
  • Gruppenprozesse: Solidarische Strukturen und Inklusion statt Exklusion
  • Reflexion als Schlüssel: Transfer des Erlebten in den Alltag
  • Strukturelle Benachteiligung: Bewegungserfahrungen und soziale Herkunft

Mögliche Titel Ihrer Inhouseveranstaltung:

  • Abenteuer wagen – Mädchen* stärken durch Erfahrungsräume im Abenteuer
  • Mein Körper, mein Raum – Mädchen* erleben und gestalten Abenteuer
  • Grenzen überwinden – Selbstwirksamkeit und Mut durch Bewegung fördern
  • Von der Zuschauer*in zur Akteur*in – Abenteuerpädagogik geschlechtersensibel denken
  • Mutprobe Leben – Herausforderungen als Chance für persönliche Entwicklung
  • Zwischen Anpassung und Aufbruch – Mädchen*arbeit im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen
  • Mit Kopf, Herz, Hand und Körper – Mädchen* auf dem Weg zur Selbstbestimmung begleiten

Dieser Fachtag hat ein besonderes Potential selbst im abenteuerpädagogischen Setting umgesetzt zu werden, um direkte Erfahrungen in die Reflexionen einfließen zu lassen. Wir beraten Sie gerne in der Planung der notwendigen Rahmenbedingungen.

Mädchen*/Frauen*: Mit dieser Schreibweise inkludieren wir alle weiblich gelesenen Menschen und alle Menschen, die sich selbst weiblich definieren.