Kinder spielen leidenschaftlich gerne. Das Spielen, oft verbunden mit dem Eintauchen in eine Als-Ob-Realität – ist dabei eine frühkindliche Quelle von Selbstwirksamkeits- aber auch von Beziehungserfahrungen mit den Eltern oder später ein Übungsfeld für Perspektivenübernahme, Kooperation und Regelerstellung mit anderen Kindern.
Das Spielen mit anderen Kindern ist dabei nicht selten ein spielerisches Kämpfen: Ringen, Rangeln und Raufen. Dies sind für Kinder im Kindergartenalter normale, doch leider von der Pädagogik allzu oft gemiedene und auch unterbundene Aktivitäten. Die erwachsene Problematisierung des Kämpfens übersieht mitunter sein Lern- und Erfahrungspotential.
In der Fortbildung wird hingegen genau hingeschaut, was das spielerische Kämpfen so wertvoll und bildungswirksam macht. Gerade auch Naturräume bieten dafür viele Möglichkeiten. Wilde Räume und wilde Spiele können hier zusammenfinden. Dies wird praktisch erkundet und auf entsprechende Bildungsaspekte reflektiert. Dabei geht es darum, Spielen und Kämpfen und die Idee des Spielkämpfens für die pädagogische Praxis fruchtbar zu machen. Die Veranstaltung ist wie alle unsere Fortbildungen so angelegt, dass die Teilnehmenden selbst körperlich aktiv werden, jedoch stets Freiwilligkeit gegeben ist und persönliche Grenzen selbstverständlich respektiert werden.
