Kleine Spieler, kleine Kämpfer (BEP-Fortbildung in Anerkennung)

Teil 2: 11.12.2020 (Zweigeteilte Veranstaltung)

150,00 Euro (inkl. Material)

Zielgruppe: Soziale und pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Horten und Gemeinwesenarbeit, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern

TeilnehmerInnenzahl: max. 14 Personen

Veranstaltungsnummer: 2055

Leitung: Dr. Nicola Sandner, Michael Hüls buchen


Was wird unter Spielen verstanden? Welche Verwandtschaft haben das Spielen und das Kämpfen?  Was verbindet Bewegungsspiele, Brettspiele, Rollenspiele, Denkspiele, Abenteuerspiele und vieles mehr? Sind Spielen und Kämpfen nicht doch auch Ernst und Arbeit?
Diese Fragen stellt sich das Kind natürlich nicht, während es leidenschaftlich, der Welt zugewandt spielt. Das kindliche Spiel lässt sich als ein Erproben verstehen, bei dem es z.B. um Selbstwirksamkeit, Beziehungserfahrungen, Perspektivenübernahme, Kooperation und Regelerstellung mit anderen geht.
Das zuweilen im pädagogischen Alltag vermiedene spielerische Kämpfen in Form von Ringen, Rangeln und Raufen stellt für Kinder einen ganz normalen Erfahrungsraum dar. Dieser ist notwendig, um wichtige Erfahrungen in Bezug auf die räumliche und soziale Welt machen zu können.

In der Natur verbinden sich unterschiedliche Anforderungen, die das Spiel bietet: Versteck-, Gelände- und Schmuggelspiele sind z.B. typische Spielformen, die an solch unstrukturierte Räume gebunden sind. Diese Arrangements werden in der Fortbildung exemplarisch erfahren und vor dem Hintergrund des Arbeitsfeldes reflektiert.

Darüber hinaus zeigt die Veranstaltung  Möglichkeiten auf, das spielerische Kämpfen und Rangeln pädagogisch nutzbar zu machen.  Das Handlungsrepertoire der Teilnehmenden wird erweitert, sodass im Arbeitsalltag die Entwicklungschancen des Rangelns leicht, sicher und wirkungsvoll genutzt werden können.

Der besondere Stellenwert, dem das Spiel als „ureigenste Ausdrucksform des Kindes“ im BEP zukommt, wird in der Fortbildung zum Themenfeld Spielen und Kämpfen bzw. Spielkämpfen aufgegriffen. Das hier bearbeitete Erfahrungsfeld bezieht sich auf die unter „Starke Kinder“ und „Bewegung und Sport“ aufgeführten Bildungsaspekte wie z.B. „sich einzuschätzen und seine Grenzen auszutesten, seine Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten zu stärken sowie bestehende Aggressionen abzubauen“.

  • BEP-Fortbildung im Anerkennungsverfahren
  • Für hessische Lehrkräfte ist diese Veranstaltung vom Institut für Qualitätsentwicklung anerkannt
  • Einzelveranstaltung