Sprachförderung in der Natur

Viele Fragen tauchen auf, wenn man mit Kindern in der Natur unterwegs ist. Manchmal fehlen noch die korrekten Begriffe oder Erklärungen. Viel wichtiger ist jedoch der Versuch, zusammen mit den anderen Kindern und der Erzieherin das überraschende und unbekannte Phänomen zu erklären.

170,00 Euro (inkl. Material)

Zielgruppe: Soziale und pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Horten und Gemeinwesenarbeit, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern

TeilnehmerInnenzahl: max. 16 Personen

Veranstaltungsnummer: 1956

Leitung: Martin Vollmar und Carla Sack buchen

„Da! Der Mond! Aber der muss doch schlafen?“ ruft der fünfjährige Alex erstaunt. Der Vollmond ist am Himmel zu sehen und gleichzeitig scheinen kräftige Sonnenstrahlen durch das Blattwerk des Waldes. Wie passt das zusammen? Warum ist das so? Viele Fragen tauchen auf, wenn man mit Kindern in der Natur unterwegs  ist. Manchmal fehlen noch die korrekten Begriffe oder Erklärungen. Viel wichtiger ist jedoch der Versuch, zusammen mit den anderen Kindern und der Erzieherin das überraschende und unbekannte Phänomen zu erklären. Geschichten und Lieder über den Mond werden ausgetauscht, viele unterschiedliche Ideen werden besprochen. Die Phänomene in der Natur wecken Neugier und damit Sprechanlässe. Das Erzählen von Geschichten wird angeregt, Fragen werden aufgeworfen und Erklärungen gesucht.

Die Lebendigkeit und Vielfalt von Pflanzen und Lebewesen, die Bewegungsmöglichkeiten sowie die wechselnden Atmosphären des Naturraumes benötigen eine außergewöhnliche Sprache. Kinder werden von ihm angesprochen und zum Sprechen aufgefordert. Damit sich dieses sprachförderliche Potential des Naturraumes intensiv entfalten kann, ist eine angemessene, sprachlich reflektierte pädagogische Begleitung außerordentlich wichtig.

Die Veranstaltung setzt sich mit dem Zusammenhang von Natur und Sprache auseinander. Dazu werden denTeilnehmerinnen und Teilnehmern in theoretischen und praktischen Übungen  Möglichkeiten zur Sprachförderung vermittelt, illustriert durch Gesprächsprotokolle und Videos, die im Rahmen des Modellprojekts „Natur bildet“ erstellt wurden. Allgemeine sprachwissenschaftliche Erkenntnisse, z.B. zur Sprachentwicklung oder zum Zusammenhang von Handlung und Sprache, werden auf die Besonderheiten des Draußen Seins bezogen. Zudem wird der  Frage nachgegangen, welche Kriterien zur Sprachförderung nötig sind und wie sie im Naturraum sinnvoll umzusetzen sind.

  • Für hessische Lehrkräfte ist diese Veranstaltung vom Institut für Qualitätsentwicklung anerkannt
  • Einzelveranstaltung